Pressemitteilung
Justine Otto. Halbpension
23. März– 1. September 2013
Das Museum Franz Gertsch stellt dem Schweizer Publikum eine weitere Position zeitgenössischer figurativer Malerei vor und präsentiert Gemälde von Justine Otto (Räume 3–4).
„Mädchen, Frauen und Tiere bevölkern die Welt von Justine Otto. Der malerische Duktus ist gnadenlos, die Kälte brutal. Auch wenn die Landschaft grünt – die Temperatur liegt auf der Nullgradgrenze. Der metallische Schein, der den Bildern eigen ist, macht die Protagonistinnen zu Wesen, denen nichts, aber auch gar nichts fremd ist. Sie verorten ihre Handlungen mit Neugier, quälend, vielleicht auch sadistisch, stets aber rätselhaft, in einem Niemandsland, dem die Himmelsrichtungen fehlen. […] Die Malerei generiert die emotionale, sezierende Unterkühlung der weiblichen Figuren bis hin zur Aggressivität der Tiere. Die Figuren ihrerseits reflektieren im Zusammenspiel ein die Handlungen bestimmendes Begehren. Die Handlungen wiederum sind rätselhaft, Sondierungen im Schattenbereich, die der Erfahrung eines ‘unheimlichen’ Wissens alchemistische Züge verleihen. […] In der Härte ihrer Bilder, in deren Unerbittlichkeit, schafft Justine Otto eine Realität, die weder überzogen noch pathetisch ist, sondern kalt den Nerv einer Gegenwart trifft, in der Gegensätze entweder eingeebnet sind oder explodieren.“ (Jean-Christophe Ammann)
Die polnisch-deutsche Künstlerin Justine Otto (* 1974) wurde in Zabrze (Polen) geboren und kam im Alter von acht Jahren nach Deutschland. Während ihres Studiums ab 1996 bei Peter Angermann und Michael Krebber an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt am Main war sie zeitweise an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main im Bereich Bühnenbild und Kunstgewerbe tätig. 2003 wurde sie zur Meisterschülerin im Fach Freie Malerei ernannt. Seit 1998 stellt Justine Otto ihre Gemälde regelmäßig im In- und Ausland aus und gilt als wichtige Vertreterin der zeitgenössischen Malerei.
Bei der Ausstellung im Museum Franz Gertsch handelt es sich um Justine Ottos erste Ausstellung in der Schweiz. Gezeigt werden gross- und kleinformatige Ölgemälde aus den letzten fünf Jahren.
Die Ausstellung wird kuratiert von Jean-Christophe Ammann und Anna Wesle.
Katalog
Der Katalog zur Ausstellung erscheint im Kerber Verlag.
• Kuratorenführung: Sonntag, 28.04.2013, 11–12 Uhr
• Workshop zur Kunst von Justine Otto: Samstag, 04.05.2013, 10–17 Uhr
• Künstlergespräch: Justine Otto im Gespräch mit Jean-Christophe Ammann und Anna Wesle, Sonntag, 07.07.2013, 11–12 Uhr
Pressekontakt
Benjamin Dodel, Sponsoring/Marketing/PR
Museum Franz Gertsch
Platanenstrasse 3, Postfach, CH-3401 Burgdorf
T +41 (0)34 421 40 15, F +41 (0)34 421 40 21
benjamin.dodel@museum-franzgertsch.ch
www.museum-franzgertsch.ch
Irene Bisang Magic Onion
May 18 - Sep 8, 2013
Eine Ausstellung mit neuen malerischen Arbeiten und Collagen der Luzerner Künstlerin Irene Bisang.
Pressemitteilung
Irene Bisang. Magic Onion
18. Mai 2013 – 8. September 2013
Im Rahmen seiner Reihe zur jungen zeitgenössischen Kunst eröffnet das Museum Franz Gertsch im Kabinett eine Ausstellung mit neuen malerischen Arbeiten und Collagen der Luzerner Künstlerin Irene Bisang.
Irene Bisangs künstlerisches Schaffen schöpft sowohl aus der Fantasie als auch aus der Fülle des Bildmaterials, das uns heutzutage umgibt. Vom Alltäglichen bis zum Besonderen und sogar Fantastischen können die verschiedensten Figuren und Dinge Eingang in ihre kleinformatigen Zeichnungen, Aquarelle, Ölgemälde und Collagen finden. Die essentiellen Themen des Lebens, der Sexualität und des Todes ziehen sich bereits seit längerem durch ihr Werk, in der letzten Zeit zeichnet sich dazu eine vertiefte Beschäftigung mit religiösen Motiven ab. Bei deutlich narrativen Ansätzen bleiben Irene Bisangs Arbeiten jedoch offen für verschiedene Lesarten und gestatten das persönliche Einfühlen und Eindenken des Betrachters.
Irene Bisang (*1981) nahm nach einem einjährigen Vorkurs und einem Aufenthalt in Schweden 1999 das Grundstudium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern auf. Im Jahr 2000 wechselte sie an die Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, wo sie Malerei bei Arno Rink und Neo Rauch studierte. Von 2007 bis 2009 absolvierte sie das Meisterschülerstudium bei Neo Rauch. Seit 2007 stellt Irene Bisang regelmässig im In- und Ausland aus und ist u.a. Preisträgerin des Kiefer Hablitzel Preises (2009). Die Künstlerin lebt und arbeitet in ihrer Heimatstadt Luzern.
In der Kabinettausstellung im Museum Franz Gertsch zeigt Irene Bisang eine grosse Anzahl ihrer neuen Arbeiten. Die Einzelwerke, die zu einer Betrachtung aus intimer Nahsicht einladen, sind in einer installativen Hängung lose miteinander verbunden, die auf mögliche Verbindungen und Zusammenhänge der Werke untereinander verweist.
Die Ausstellung wurde kuratiert von Anna Wesle in Zusammenarbeit mit der Künstlerin.
Katalog
Der Katalog zur Ausstellung erscheint im modo Verlag.
Medienkonferenz
Freitag, 17. Mai 2013, 10.30 Uhr
Anwesend sind Arno Stein, Geschäftsführender Direktor, Anna Wesle, Kuratorin sowie die Künstlerin.
Vernissage
Freitag, 17. Mai 2013, 18.30 Uhr
Veranstaltungen zur Ausstellung
• Künstlergespräch: Irene Bisang im Gespräch mit Anna Wesle, Sonntag, 16.06.2013, 11 Uhr
• Workshop zur Kunst von Irene Bisang: Samstag, 24.08.2013, 10–17 Uhr